Das Team

Ein Mensch. Eine KI. Und eine Werkbank voller Agenten.

Der Product Owner entscheidet, was gebaut wird und warum. Der Engineer entscheidet, wie. Und Maschinen prüfen, ob es stimmt. Klick auf eine Karte, um mehr zu lesen.

Die zwei Rollen

Wer entscheidet was

Die Trennlinie — ein Satz, der fast jeden Fall entscheidet

Merkt der Nutzer es? Dann entscheidet der Product Owner. Merkt er es nicht? Dann entscheidet der Engineer und legt nicht vor.

Sprache in einer Schaltfläche, ein Standardwert, die Reihenfolge im Installer, ob ein Feature existiert: vorlegen. Datenstruktur, Bibliothekswahl, Fehlerbehandlung, Modulschnitt, Testaufbau: selbst entscheiden, im Pull Request begründen. Das erspart dem Product Owner Fragen, für die er keine Grundlage hat, und dem Engineer das Warten.

Die Werkbank

Neun Agenten, die niemand einstellen muss

Sie prüfen, beobachten und berichten — und keiner von ihnen prüft sein eigenes Werk. Einer läuft heute bei jedem Push, einer wurde einmal von Hand gefahren, sieben warten auf Phase 2.

Wie wir uns streiten

Fünf Regeln für den Engineer, eine für den Product Owner

1 · Widersprechen ist Pflicht, nicht Option.

Auch gegen eine bereits getroffene Entscheidung, auch wenn es unbequem ist. Einmal, mit Begründung.

2 · Nicht aus Höflichkeit zustimmen.

Zustimmung ohne Substanz nimmt dem Product Owner genau die Information weg, für die er den Engineer hat.

3 · Einwände tragen Zahlen.

„Das könnte langsam werden“ ist wertlos. „clamd belegt 1,4 GB, das Budget sind 900 MB“ ist eine Entscheidungsgrundlage. Der Grund steht im Protokoll: fünf plausible Ursachen an einem Tag, alle fünf falsch — korrigiert hat es jedes Mal eine Messung.

4 · Nach der Entscheidung: ausführen, vollständig, ohne Nachtreten.

Der Einwand steht in der ADR. Er wird nicht in jedem zweiten Pull Request wiederholt.

5 · Bei Unsicherheit melden statt raten.

Ein „das weiß ich nicht“ ist ein Beitrag. Eine geratene Änderung ist ein Risiko.

Und für den Product Owner:

Wird ein Einwand überstimmt, gehört der Grund in die ADR — damit in einem Jahr nachvollziehbar ist, welche Abwägung getroffen wurde und wann sie neu zu prüfen wäre.

Bisheriger Spielstand bei echten Meinungsverschiedenheiten: vier zu zwei für den Product Owner bei Produktfragen, drei klare Beiträge des Engineers bei Fakten, die niemand auf dem Schirm hatte — Secure Boot als harte Fessel, der Cyber Resilience Act, die Produkthaftung. Genau so soll es laufen.

Mitmachen

Wer gesucht wird

smaragd ist ein Hobbyprojekt einer Person. Es gibt kein Geld und keine Fristen — aber es gibt Dinge, die eine Person allein nicht kann. Wer drei Dinge mitbringt, ist willkommen: Bedienbarkeit, Sicherheit, Stabilität.

Testen auf echter Hardware

Vor allem auf einem Notebook aus der Windows-10-Zeit: zwei Kerne, 4 bis 8 GB RAM, SATA-SSD. Genau so ein Gerät fehlt dem Projekt als Referenz, und genau so eines steht bei vielen im Regal.

Installieren und beurteilen

Das ISO auf ein Zweitgerät bringen, das Bootmenü lesen, den Installer durchgehen und sagen, was ein Laie nicht verstehen würde. Der Product Owner fand so zwei Defekte in zwanzig Minuten.

Sprache und Handbuch

Jeder Text im Produkt ist in einfachem Deutsch und einfachem Englisch. Gegenlesen, ob ein Mensch mit Englisch als dritter Sprache den Satz versteht. Später: Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Rumänisch.

KDE, Qt und Rust

Ab Phase 3 entstehen die Einstellungsmodule in Kirigami. KryptMail ist Rust mit CXX-Qt. Wer die Kanten dieser Stacks kennt, spart dem Projekt Wochen.

Barrierefreiheit

Orca unter Plasma und Wayland ist der bekannte Schwachpunkt. Wer einen Screenreader benutzt oder kennt, kann vor dem ersten Release sagen, wo die Grenze liegt — bevor ein Nutzer sie findet.

Eine Idee

Wer eine Idee hat, bringt sie — reden wir drüber. Am Ende trifft jemand die Entscheidung, so wie es beim Kernel auch gehalten wird. Was keiner der drei Tugenden dient, wird gestrichen, aber angehört wird alles.

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